Im Juli sind es noch drei Gläser Erdbeere, im Januar stehen zwölf unbeschriftete Gläser im Keller und keiner weiß mehr, was Pflaume und was Holunder ist. Marmeladengläser beschriften ist keine Kunst – aber ein paar Dinge machen den Unterschied zwischen „irgendwas mit Kuli“ und einem Glas, das man gern verschenkt.
Was gehört aufs Etikett?
Für den eigenen Vorrat: Sorte und Einkochdatum. Wer viel einkocht, notiert dazu das Zuckerverhältnis („2:1“, „3:1“) – das entscheidet, wie lange das Glas hält und wie süß es schmeckt. Ein Wort zur Herkunft („Omas Garten“, „Brombeeren vom Feldweg“) kostet nichts und macht aus dem Etikett eine kleine Geschichte. Wer Marmelade verkauft, braucht mehr: Fruchtanteil, Zuckergehalt, Füllmenge und Zutaten sind nach Konfitürenverordnung Pflicht – dafür lohnt sich ein gedrucktes Etikett.
1 · Schlicht: weißes Etikett, schwarzer Stift
Die Variante, die immer geht: ein weißes Einmachetikett „100% selbst gemacht“, darunter Sorte und Jahr mit einem schwarzen Fineliner. Wirkt auf jedem Glas ruhig und aufgeräumt, egal ob Twist-off oder Weckglas.
2 · Farbe als System
Karierte Einmachetiketten in vier Farben und eine einfache Regel: Rot für rote Früchte, Lila für Pflaume und Holunder, Grün für Chutney und Eingelegtes, Blau für Gelee und Sirup. Im Regal siehst du dann auf einen Blick, wovon noch genug da ist.
3 · Deckel statt Glas
Bei kleinen Gläsern oder wenn du das Glas ohne Etikett zeigen willst, kommt das Etikett auf den Deckel: runde Etiketten mit 50 mm sitzen mittig auf fast jedem Twist-off-Deckel. Vorteil: Beim Stapeln im Schrank liest du die Sorte von oben.
4 · Dunkle Gläser und Deckel: Lackmarker
Auf schwarzen Deckeln oder dunklem Glas sieht man Kugelschreiber nicht. Ein weißer Lackmarker wie der edding 780 deckt, trocknet schnell und lässt sich vom Deckel mit etwas Spiritus wieder entfernen – oder du schreibst auf ein weißes Etikett und klebst es auf den Deckel.
5 · Handschrift, die aussieht wie gedruckt
Erst schreiben, dann kleben: Solange die Etiketten auf dem Bogen liegen, hast du eine flache Unterlage und kannst dich konzentrieren. Großbuchstaben in einer Zeile, Datum kleiner darunter. Wer es exakt will, druckt mit unseren kostenlosen Word-Vorlagen.
6 · Als Geschenk: Name statt Sorte
Beim Gastgeschenk zur Hochzeit oder dem Mitbringsel im Advent steht die Sorte klein und der Name groß: „Mit Liebe gemacht“, darunter „für Anna“ oder „Hochzeit 12.6.“. Ein Stück Stoff oder Packpapier unter dem Deckelrand, Kordel drum – fertig, ohne Bastelabend.
7 · Wieder ablösen und neu befüllen
Der größte Vorteil ablösbarer Papieretiketten: Glas leer, Etikett abziehen, nächste Sorte. Frisch geht das rückstandsfrei, nach Monaten hilft warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel. Zieh das Etikett vor dem Spülen ab – Papier ist nicht spülmaschinenfest. Wer Etiketten mit Wasser abweichen will, nimmt keine ablösbaren, sondern wasserlösliche – die halten dafür auch keinen Spritzer aus.
Welches Etikett für welches Glas?
- Standardglas 230–450 ml, Weckglas, Flasche: eckig 63 × 38 mm
- Kleines Glas 125–200 ml, Deckel, Kekstüte: rund 50 mm
- Zum Verschenken: „Mit Liebe gemacht“, weiß oder kariert
- Für alles außer Marmelade: runde Etiketten für Selbstgemachtes
Alle Etiketten aus diesem Artikel findest du in unserer Kategorie Marmeladenetiketten & Einmachetiketten – ab 6,60 € für 210 Stück, Made in Germany.


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